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Brauchtum Appenzell
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Botzerössli

Botzerössli
Die Fasnacht beginnt in Appenzell Innerrhoden am Vorabend des «Schmutzigen
Donnerstag» mit dem traditionellen «Ommetrommere». Kleine und grosse Trommler
und die putzigen «Botzerössli» versammeln sich dazu am späten Mittwoch-
nachmittag auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell. «Botzerössli» sind Holz-
pferdchen mit einem Loch im Rumpf, die sich die Reiter überstülpen und mit
Lederriemen über den Schultern befestigen; ihre Beine sind unter einem farbigen
«Rock» versteckt. Übermütig traben die bunten «Rössli» und ihre Reiter zum
Rhythmus der Tambouren durch die Gassen.

Auch am Schmutzigen Donnerstag und am «Faschnedsamschtig» (Fasnachtsamstag)
bilden die «Botzerössli» und die Trommler die Vorhut von Kinderumzügen und vom
grossen Fasnachtumzug durch Appenzell.
Der Brauch der «Botzerössli» stammt ursprünglich wohl aus dem süddeutschen Raum.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sollen Reiter in Militäruniformen derbe
Sprüche vorgetragen haben – ähnlich den «Schnitzelbänken» heute. Noch immer
kleiden sich die kleinen und grossen Reiterinnen und Reiter in alte Militär- oder
Feuerwehruniformen. Ins Gesicht malen sie sich grosse Schnauzbärte,
Sommersprossen und rote Wangen.
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