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Brauchtum Appenzell
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Viehschau

Vechschau
Die Schönheit und die Milchleistung der Kühe werden in Innerrhoden an einer
kantonalen Viehschau gemessen und prämiert. Diese findet am ersten Dienstag im
Oktober auf dem Brauereiplatz in Appenzell statt. Zur Freude zahlreicher Touristen
treiben viele Bauern die Kühe «sennisch», das heisst mit allem Drum und Dran der
Alpfahrt, zur «Vechschau». Nur der «Lediwagen» bleibt zu Hause.
Der Eingang zum Schauplatz ist mit einem hölzernen, mit Tannenreisig und Blumen
geschmückten Bogen markiert. Das Vieh wird nach vorgegebenen Kategorien an
langen Kettenzäunen angebunden. Immer wieder steht eine Gruppe Männer zum
«Schölleschötte» zusammen und singt ein «Rugguusseli» (Schellendreiklang
mit Naturjodel). Das Preisgericht, das aus erfahrenen Landwirten besteht, beurteilt


die Tiere. Die Milchkühe werden der Rangierung entsprechend angebunden. Das
Umplatzieren kann bis in den Nachmittag hinein dauern, denn vor allem bei den
besten Zuchttieren sind die Unterschiede minimal. Entsprechend heikel ist die Arbeit
der Preisrichter, die vom Schau-Aktuar akribisch protokolliert wird. Die Viehschau ist
ein Festtag für die Züchter und ein beliebter Treffpunkt der Bauersleute. Die Tiere
werden begutachtet und es wird über Gott und die Welt diskutiert. Am Abend, wenn
das Vieh wieder zu Hause im Stall steht, treffen sich die Besitzer und die Zusennen
mit ihren Angehörigen im Saal einer Wirtschaft zur Schaukritik und Preisverteilung.
Anschliessend feiern sie noch lange mit Singen, Musik und Tanz.
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